Die Schweiz des Balkans

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Ein Tag in Dubrovnik reicht aus, dass ich genug habe von Touristenstädten. Daher überspringe ich auch die Bucht von Kotor, von der alle so schwärmen und steige hinter der montenegrinischen Grenze direkt in den Minibus nach Podgorica. Unterwegs wird dieser sehr voll, Menschen stehen stundenland im Gang und als wir vor der Stadt in einen Polizeistopp geraten, wird der Fahrer nach Blick auf den Fahrtenschreiber zu einer halben Stunde Pause gezwungen. Wir sind im Tal und in einem der trostlosesten Industriegebiete. Weiterlesen

Zwischenstopp Dubrovnik

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‚Haben Sie keine Freunde?!‘, blafft mich der mit Berlin gekennzeichnete Fahrer an und entspricht so trotz bosnischem Akzent allen Klischees: Die Überheblichkeit des Mercedesbesitzers gepaart mit Berliner Hauptstadtschnauze. Ich könnte mich nun wie Zuhause fühlen, würde ich nicht in einem bosnischen Kurort festsitzen, der nur dazu dient, Kroatien in zwei Stücke zu teilen: Damit Bosnien auch etwas Küste bekommt, nicht aber etwa das untere Ende mit dem Kronjuwel Dubrovnik. Weiterlesen

Die Revolution ist laut

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Ein Jahr nach den Gezi-Park-Protesten besuche ich gemeinsam mit meiner Freundin Anne Istanbul, die Stadt, in der ich 2010 für einige Monate gelebt habe. Heute, am 28. Juni 2014, ist Gay-Pride-Parade auf der berühmten İstiklal-Straße. Und hierbei geht es um viel mehr. Die Revolution jedenfalls ist für mich noch nie so laut gewesen. Weiterlesen