Die Länder dazwischen: Rumänien

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Im Sommer 2012 bereiste ich, nachdem ich oft zwischen Deutschland und der Türkei gependelt war, erstmals die „Länder dazwischen“. Seitdem ist der Balkan mein liebstes Reisegebiet geworden. 2013 lernte ich in Budapest eine Schweizerin kennen und beschloss, sie auf der Weiterreise nach Rumänien zu begleiten.

Warum macht mich Rumänien aufgeregter als andere Orte? Graf Dracula habe ich nie gelesen. Der Lonely Planet versteht es aber schon ganz gut, ihm einen eindrucksvollen Auftritt zu gewähren, indem er beschreibt, wie der sagenhafte Graf seinen Gegnern einen Pflock durch die Körper rammte – so sorgfältig, dass sie erst nach 48 Stunden daran starben. Plötzlich aus heiterem ungarischem Himmel erscheint mir der selbstgestellte Auftrag meiner Lieblingsschriftstellerin, an einen Ort zu reisen, um zu sehen, ob man an diesen Ort reisen könne, nicht mehr so banal. Osteuropa ist immer noch ein Gebiet, dem man mit Toleranz begegnet, nicht mit Begeisterung. Man denkt an Osterweiterung und nicht an Urlaub und ist beruhigt, dass daran gearbeitet wird, den wilden Osten mit EU-Geldern zu zähmen. Nur diese Rucksackreisenden hüpfen von Grenze zu Grenze, morgen Slowenien, dann wieder Montenegro, als sei es nichts, Zeit und Raum. Und Warnungen und Vorurteile.

Die ältere Rumänin in der Schlange am Bahnschalter, die im Saarland lebt, hat mich an meinen Birkenstocks gleich als Deutsche identifiziert. Ohne es zu wissen oute ich mich auf Schritt und Tritt. Wir wollen ein Ticket nach Timișoara kaufen und nutzen die Wartezeit, um uns über die Stadt und das Land zu erkundigen. Die alte Dame beantwortet unsere Fragen großmütterlich, ob es schön sei, ja, ob man aufpassen müsse, nun ja, dort gäbe es viele Deutsche. Und natürlich müsse man auf sein Geld achten, und nachts nicht mit dem Zug fahren, „Diese Zigeuner, wissen Sie, man weiß ja nie.“ Und dann: „Alles, was Sie über Rumänien im Fernsehen gesehen haben, ist wahr.“ Nicht zugebend, dass wir in unserem Leben noch nicht viel über Rumänien im Fernsehen zu sehen bekommen haben, erfahren wir nicht, was sie damit meint, aber ihr warnender Tonfall verheißt nichts Gutes.

Der Zug fährt um sechs Uhr Morgens aus, als die Hitze noch mäßig ist und die Felder verschleiert erscheinen. Die Geschwindigkeit des Zuges verdeutlicht zwischenzeitlich, dass es durchaus möglich sein müsste, dieselbe Strecke mit dem Fahrrad in einer ähnlichen Zeit zurückzulegen, aber der Zug ist bequem und klimatisiert und wirkt so gar nicht, als wolle er zu einem Land passen, in dem Menschen durch Pfählung getötet wurden und man Diebstahl mit der Muttermilch lernt, angeblich. Draußen wird eine Mauer gebaut, in Form und Gestalt der Berliner ähnelnd, bloß ohne Graffitis und mitten auf dem Feld. Dass ich die Berliner Mauer nur mit Graffitis kenne, erklärt, warum mich die Möglichkeit dieser Reise in den Osten nicht überrascht.

Von Zeit zu Zeit werden Pappeln durch Strommasten und dann wieder durch Straßenlaternen ausgetauscht, wenn wir uns einer der kleinen Ortschaften nähern, die meistens mindestens einen mehrstöckigen Sozialistenbau in Bahnhofsnähe führen, der Hoffnungen auf romantische Bauernhäuschen zunichtemacht. Diese ducken sich dafür vereinzelt in die Korn- und Sonnenblumenfelder und scheinen nun, da sie keine Plattenbausubstitution mehr zu befürchten haben, aufzuatmen und sich zurückzulehnen. Man merkt, dass wir im Osten sind, meint Pia. Ich bin gewillt, sie nicht zu verstehen, meiner Meinung nach sieht eine Sonnenblume hier und dort gleich aus. Aber dennoch liegt etwas in der Luft, die spärlich in die klimatisierten Sphären des Zuges dringt, das mit unserem Abenteuer zusammenhängt, das wir bereit sind, in diesem Land zu leben, mit unserem Bewusstsein, das heute in den frühen Morgenstunden schon aktiv ist, als habe es einen Liter Energydrink intus, um alles Neue aufzunehmen. Deshalb verstehe ich sie doch, aber es sind nicht die Straßen und auch nicht die Sonnenblumen. Wir streifen ein Dorf, eins von mehreren in Folge, das einen Friedhof besitzt, der die Wohnfläche des Dorfes bald übertrifft. Was passiert mit einem Dorf, in dem es mehr Tote als Lebendige gibt?

Ein Haus ragt wie ein abgebrochener Zahn in den Himmel, rosafarben, mit Bäumen, die stolz aus dem Dach sprießen. Wir bewundern die Schönheit der Misthaufen und Heugarben, die aussehen, wie sie aussehen müssen, wie wir sie nur aus den alten Kinderbüchern kennen. Wir romantisieren höchst naiv und sind uns dessen zu jeder Zeit bewusst.

Überall an den Schienen sitzen Männer im Schatten, gebräunte Bäuche und Gesichter unter Warnwesten und Strohhüten. Man fragt sich unablässig, was sie da machen, was es denn da zu warten gibt. Und dann überrascht das Land auf der anderen Seite der Schienen wieder mit einem ausgewachsenen Solarpark, was angenehm sinnvoll erscheint, bei dem Überfluss an Sonne. Schafherden spielen Verstecken zwischen den Heugarben, indem sie deren Farbe und Gestalt angenommen haben. Ein Arbeiter hat sich im Schatten seines Baggers untergestellt und begegnet Pias Linse mit seiner Handykamera. Sie gibt unablässig ihre Eindrücke wieder, und es beginnt mir zu gefallen, den Blick nach draußen kurz aus der Hand geben zu können, wenn meine Augen gerade auf dem Papier sind, auch wenn die Hand schon die meiste Zeit völlig unabhängig und völlig unleserlich schreibt.

Eine strohgeflickte Pipeline von einem guten Meter Durchmesser schlängelt sich wie eine mächtige Schlange durch die Landschaft und frisst dabei ohne Rücksicht Vorgärten, deren Durchmesser kaum den der Pipeline übertreffen. Über ein Gebäude oder einen Bahnübergang erhebt sie sich dann träge und versickert schließlich irgendwo in der Landschaft. Als wir vier schlafende Arbeiter am Fuße eines Bahnwärterhäuschens entdecken, der Länge nach auf den Stufen ausgestreckt, beginne ich, an eine gut einstudierte Performance zu glauben – daher fährt der Zug auch so langsam, ein Filmstreifen in Slow-Motion mit dem Arbeitstitel „Welcome to Romania.“ Ein Mann mit dem perfektesten rumänischen Schnurrbart nickt mir lächelnd zu, als hätte ich soeben das Rätsel gelöst.

Schienenstücke stapeln sich, als habe das Land zu viel davon und biete sie nun im Sommerschlussverkauf feil. Kleine Autos huschen über flimmernde Rampen in der Ferne, wie Raupen und Käfer, die durchs Bild flitzen. Dort hinten scheinen die Straßen wohl gar nicht so schlecht zu sein, wie alle behaupten. Als wir mit den Sonnenblumen auf Augenhöhe sind, frage ich mich wieder nach dem Sinn, warum braucht die Welt so viele Sonnenblumenkerne, aber die Welt ist schon einen Schritt weiter und macht Öl daraus. Das Bratöl in allen Imbissstuben Europas könnte aus dieser Gegend kommen.

Das Gras sieht aus wie gegen den Strich gekämmt und fettig. Solaranlagen. Spielende Kinder unter bunter Wäsche. Die Stadt.

Ich kaufe ein Ticket für die Straßenbahn, während Pia nach der Nummer 1 Ausschau hält. Man fragt, woher ich komme und ein alter Mann im Plausch mit der Kioskverkäuferin heißt mich in seiner Stadt willkommen. Der Bahnhof ist nicht schön, aber der Flyer des Costel Hostel mit einer Wegbeschreibung macht uns zuversichtlich. Wir schaffen es nicht, die fünf Stationen mitzuzählen, die dort angegeben waren, denn plötzlich gibt es dann doch so viel zu sehen. Der Ticketentwerter will nicht so richtig, aber ein nächster alter Mann ist bereit, uns zu helfen. Pias Ticket wird von der Maschine aus Sozialismuszeiten gefressen und wir lachen gemeinsam darüber. Mit dem Blick nach draußen haben wir sofort jegliche Orientierung verloren, die Plätze klatschen einander ab wie beim Staffellauf, so viele, dass man jeden Festtag auf einem anderen austragen könnte, ohne dass es je langweilig würde. Das Prachtstück bildet aber der Platz vor dem Theater, das monumental vor den anderen Altbauten aufragt, die mit dem Alter nur stolzer und schöner geworden sind. Im Schatten des Theaters steht auf einer Säule das Denkmal von Remulus und Romus, den beiden Wolfsbrüdern, auf dessen Spuren der Legende nach Rom entstanden ist. Was ich nun unbedingt klären will, ist die Frage, wie das Phänomen zustandekommt, dass sich in einem Nest aus slawischen Sprachen dieses Rumänisch eingeschlichen hat, das mediterran und leichtfüßig daherkommt, als sei das Mittelmeer gleich um die Ecke und hätte sich nur in schwarz gekleidet.

Wir stehen auf dem falschen Platz, ohne Karte. Das prachtvolle Timișoara Hotel ruht Schulter an Schulter mit dem Theater, was seine Preisklasse erahnen lässt. Als wir verschwitzt über die Mamorfliesen schlurfen, um an der Rezeption nach dem Weg zu unserem Hostel zu fragen, 10 Euro die Nacht, will man uns so schnell wieder loswerden, dass die Auskunft rasch und problemlos abläuft und wir das Hotel mit einer Karte und der Vorstellung eines Weges verlassen können. Am richtigen Ort, in der alten Villa, die das Costel Hostel beherbergt, ist schließlich alles so, wie es sein sollte. Wir können unser Glück kaum fassen, so viel Sauberkeit, so schöne Duschen, eine so stilvolle Küche, so viele Orte zum Sitzen und Lesen im Garten.

Montag ist Markttag, Farmers Market. Die Melone, die wir ausgesucht haben, ist nicht gut genug, man nimmt sie uns aus der Hand und tauscht sie gegen die schönste aus, deren Qualität die junge Frau durch ein leichtes Abklopfen mit der Hand prüft. Es gibt weiße Auberginen und Tomaten, die aussehen, als würden sich mehrere kleine zu einer riesigen Frucht zusammenklammern. Sie schmecken phänomenal. Mit den Paprika gibt es ein Problem, die vier Stück, die wir ausgewählt haben, sind zu leicht, um ein Gewicht auf der Waage auszulösen. Erst eine prall gefüllte Tüte ergibt den Wert von einem Lei, dreißig Cent. Am Abend kochen wir eine Ratatouille-Kreation mit Paprikasalat und finden uns in einem solchen Überfluss, dass wir unsere Mitgäste dazu einladen können.

Später am Abend hat es geregnet. Schwere Tropfen sind auf das Terrassendach aus Plexiglas gestürzt, das völlig unvorbereitet getroffen wurde, und als hätten sie selbst Gefallen an dem Geräusch gefunden, wurden es mehr und mehr. Pia ist weitergereist während ich bleibe. Eine merkwürdige Erkältung hat mich für einen Tag außer Gefecht gesetzt und ist dann ganz subtil über Nacht wieder davongeschlichen. Unserem Zimmer haftet ein Medikamentengeruch an, den ich erst jetzt, wo die Nase wieder frei ist, wahrnehme. Die Tabletten und Tropfen gehören zu dem Mädchen, das wahrscheinlich schon eine Frau ist, aber wohl gerade so viel wiegt wie ein Kind. Ihre mageren Gliedmaßen schockieren mich so sehr, weil ich noch nie einen mageren Menschen in so leichter Bekleidung gesehen habe. Ihre Shorts sind nicht mehr als ein Slip, so dass man, wenn die sich streckt, die Pobacken sehen kann, die keine sind – nur eine Fortführung der Oberschenkel, die aus Muskeln und Sehnen bestehen. Sie kramt die meiste Zeit in ihrem Schrank, wenn sie nicht mit dem Laptop auf der Terrasse sitzt und an irgendetwas arbeitet. Hin und wieder bricht sie in Tränen aus. Einmal höre ich sie schluchzen, als sie unter ihrem Bett etwas sucht – immerzu scheint sie etwas zu suchen – und ich frage sie, ob alles in Ordnung ist. Eine absurde Frage angesichts ihrer Erscheinung. Sie habe etwas verloren, meint sie nur, eine rote Tasche, wie ich später erfahre, als sie mit brüchiger Stimme den Rezeptionisten anhält, danach zu suchen. Es ist mir ein Rätsel, was sie hier macht. Der Mann an ihrer Seite sieht aus, als hätte er in den vergangenen Monaten noch weniger gelächelt als sie, sein Dreitagebart bedeckt die Wangen wie Asche und er schlurft mit sinkender Haltung durch das Haus. Auch er trägt immer einen Laptop unter dem Arm, als würden sie beide auch dort ständig etwas suchen, in den Laptops, als sei ihnen die Welt beim Reisen noch nicht genug. Menschen, die sich selbst verloren haben, oder aber wiederfinden wollen und dazu andere in ihrer Umgebung brauchen. Ein Hostel, das bei der Suche hilft, wie es auch dabei hilft, eine rote Tasche wiederzufinden.

Ich habe mir für den Tag vorgenommen, am grünen Fluss entlangzulaufen, der die Stadt in zwei Hälften einteilt, in oben und unten. Das Stadtzentrum konzentriert sich auf die Hälfte oberhalb des Flusses. Das Wasser ist zu klar, um die Fischschwärme vor den Augen der Angler zu verstecken, die ruhig und geduldig am Ufer sitzen oder stehen, während Inseln aus Seetang an ihnen vorüberziehen. Der Geruch nach Fisch schafft eine Illusion von Küstennähe. Als ich die kleine Brücke überqueren will, sehe ich am anderen Ufer einen Mann mit heruntergelassenen Hosen auf den Fluss masturbieren. Ich will die nächste Brücke probieren, die jedoch von orangefarbenen Bauarbeitern bevölkert ist, die jene schlangenartigen Pipelines verlegen und mir ein Zeichen geben, dass ich umkehren müsste. Ich warte lange genug auf einer Parkbank, bis ich glaube, dem Exibitionisten genug Zeit gelassen zu haben und nehme mir vor, am Abend endlich meine Füße zu waschen, die ich zuvor in das Wasser getaucht hatte, das mir so sauber erschien.

Wer waren eigentlich die Habsburger?, frage ich mich, als ich von Prachtbauten umgeben auf einem der Plätze Kaffee trinke. Das deutsche Wort, das hier an den historischsten der historischen Gebäude auftaucht, kommt mir so bekannt vor, dass ich immer genickt hatte, ja klar, die Habsburger, wenn es mir im Gespräch zu Ohren kam, dabei hatte ich keine Ahnung. Aber ich hoffe zutiefst, dass die EU hier endlich einmal etwas Sinnvolles leisten und diese Häuser vor dem Verfall schützen wird. Es wäre ein gebäudetechnischer Genozid, sie sich selbst zu überlassen.

Mir bleibt nur noch ein halber Tag und da sind noch einige Fragen, die von der Stadt unbeantwortet geblieben sind. Warum sind die Langos, die man an dem kleinen, schlecht besuchten Laden mit dem Fenster zur Straße kaufen kann, immer warm und frisch, zu welcher Tageszeit ich auch vorbeikomme? Warum gibt es Graffitis an den Wänden, die politische Botschaften oder Liebesschwüre enthalten, aber keine dazugehörigen Jugendlichen? Es scheint nur Kinder und junge, mittlere und alte Menschen zu geben, nicht die Gruppe der Teenager, die lärmend und sprühend durch die Straßen zieht. Und die Tramway, die entweder milkafarben oder mit Fleischwerbung bedruckt ist, warum verliert der Artikel in der Touristenzeitung über die Geschichte des Transportmittels kein Wort über die deutschsprachigen Aufschriften: „Notbremse“, „Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen“ oder „Wagen hält“?

Ich sitze auf einer Bank rund um die amerikanischen Eichen und Fliederbäume am Rande eines weiteren Platzes und fühle mich wie ein Kind, meine Beine wegen des abgesackten Bodens in der Luft baumelnd und vielleicht auch, weil ich spüre, die Neugier kommt zu mir zurück. Die Fähigkeit, zu wundern, die in einem Alltag, der schon immer geregelt gewesen war, so leicht abhandenkommen kann. Eine getigerte Katze hat die Taube auf dem steinernen Denkmal entdeckt, duckt sich und schleicht eine Runde um das Monument herum, Anlauf nehmend, bis sie einsehen muss, dass sie eine fast senkrechte Steigung von zwei Metern Höhe unmöglich bewältigen kann und sich beschämt aus dem Staub macht. Ein Kind stürzt mit dem Dreirad und weint nicht, weil niemand guckt. Meine Hände sehen nach einem schriftlichen Tag aus wie Mechanikerhände, an denen die schwarze Tinte Spuren wie Motoröl hinterlassen hat. Noch ein halber Tag und dreißig Lei und mir fällt beim besten Willen nicht ein, was ich außer Taschentüchern kaufen könnte. Ich komme mir reich und verschwenderisch vor. Wo sind die Straßenmusiker, wenn man sie braucht.

Als ich dann auf dem Markt einkaufe, zwei Tomaten am einen, zwei Nektarinen am anderen Stand, weil ich dem Geschmack der Sonnenreife nicht widerstehen kann, will ich die Summe aufrunden, zwei Lei statt einsfünfzig, das Kleingeld würde ich ohnehin nicht mehr tauschen können. „It’s okay“, sage ich, nachdem mir die junge Frau auf meine gebrochenen Rumänischversuche hin schon klar gemacht hat, dass sie sehr gut Englisch sprechen kann. „It’s not okay“, entgegnet sie jetzt, in einem Tonfall, der mich in Rechtfertigungszwang setzt. „I am leaving tomorrow so I have to spend my money“, soll heißen, dass dies keine Almosen seien, aber sie sieht mich vehement und stolz an. „Maybe you will buy something else“.

Und schon wieder fällt es mir schwer, einen Ort zu verlassen. Ich weiß noch immer nicht, was man über Rumänien im Fernsehen sieht, aber ich vermute, es ist nicht wahr. Noch nie ist ein Land so neckend mit meiner Wahrnehmung umgesprungen, hat mich stündlich aufs Neue überrascht und schon an der Grenze so betört, dass ich einen weiteren Besuch ins Landesinnere kaum erwarten kann. Es gibt Länder, die so vielversprechend sind, dass man nachts von ihnen träumt, in langen Berliner Wintern. Rumänien ist eines von ihnen.

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